Die aktuelle Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) belegt, dass die duale Ausbildung auch unter den veränderten Rahmenbedingungen des 21. Jahrhunderts gelungene Erwerbseinstiege garantiert.
Um die Zukunftsfähigkeit des deutschen dualen Systems beurteilen zu können, untersuchte der WBZ-Forscher Christian Brzinsky-Fay, ob und wie sich die Erwerbseinstiege von Ausbildungsabsolventen in Deutschland über Jahrzehnte hinweg verändert haben.
Dabei stand die Frage im Vordergrund, welche Typen von Erwerbseinstiegen überhaupt vorkommen und wie diese sich über die Zeit anpassen. Dabei zeigte sich, dass das duale System der Berufsausbildung in Deutschland auch unter sich verändernden strukturellen Bedingungen – Flexibilisierung, Globalisierung etc. – seine Funktion erfüllen kann, nämlich einen möglichst reibungsfreien Übergang in die Erwerbstätigkeit zu gewährleisten.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:
  • Das deutsche Modell der dualen Ausbildung gewährleistet nach wie vor für viele Absolventen und Absolventinnen einen erfolgreichen Erwerbseinstieg.
  • Der Erwerb von Qualifikationen bekommt mehr Bedeutung im Vergleich zur Bindung an den Ausbildungsbetrieb.
  • Erwerbseinstiege sind heutzutage stärker durch Teilzeit und Diskontinuität gekennzeichnet.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das duale System der Berufsausbildung nach Ansicht des WZB-Forschers alles andere als ein starrer Anachronismus, sondern vielmehr eine Institution, die sich den veränderten strukturellen Rahmenbedingungen am Anfang des 21. Jahrhunderts anpassen kann.

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Erstellt von Andrea Heiking

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